Zwischenevaluation des Nationalen Radverkehrsplans 3.0

Ergebnisse 2021 bis 2024 sowie Kernthemen für die zweite Hälfte der Laufzeit vom BMV vorgelegt.

Der Nationale Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) ist die politische Rahmenstrategie des Bundes, um Deutschland gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Verbänden und der Zivilgesellschaft bis 2030 zum Fahrradland zu entwickeln. Die aktuelle Zwischenevaluation des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) zeigt, dass die übergeordneten Ziele für mehr, besseren und sichereren Radverkehr noch nicht erreicht sind, in den ersten Jahren der Laufzeit des NRVP allerdings wesentliche Voraussetzungen dafür geschaffen wurden.

Zwischenevaluation des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 (Ergebnisse 2021 bis 2024) vorgelegt

Seit der Verabschiedung des NRVP 2021 haben zahlreiche Akteure an der Umsetzung gearbeitet. Die Zwischenevaluation betrachtet den Zeitraum 2021 bis 2024 und richtet den Blick auf das bisher Erreichte – mit dem Ziel, die zweite Hälfte der Laufzeit konsequent an Vision und Strategie auszurichten und Aktivitäten gegebenenfalls zu schärfen. Weiteren Informationen, der Kurzbericht zur Zwischenevaluation sowie der Foliensatz zum Kurzbericht sind auf der Website des BMV einsehbar. Zudem ist der NRVP 3.0 und die MiD verlinkt.

Aus den Ergebnissen leitet die Zwischenevaluation fünf Kernthemen für die zweite Hälfte der NRVP-Laufzeit ab. Das BMV ruft alle Akteure dazu auf, die identifizierten Schwerpunkte entschlossen anzugehen:

  • durchgängige Radnetze schaffen, die von allen Bevölkerungsgruppen positiv erlebt werden
  • Sicherheit für alle Radfahrenden erhöhen
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stärker beteiligen und ihre Radmobilität gezielt fördern
  • weitere vulnerable bzw. unterrepräsentierte Gruppen (u. a. Seniorinnen und Senioren, Frauen) unterstützen und soziale Ungleichheiten beim Zugang zum Radverkehr abbauen
  • valide Datenbestände als unverzichtbare Grundlage für Planung und Innovation auf allen Ebenen aufbauen

Der Zwischenbericht zur Evaluation des NRVP 3.0 hebt die wachsende Zahl von Mitgliedschaften in den Arbeitsgemeinschaften fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) als messbaren Erfolgsindikator hervor.

Sie gilt als Ausdruck eines steigenden politischen Commitments für den Radverkehr auf kommunaler Ebene. Gleichzeitig zeigt sich, dass vernetzte Strukturen und Wissenstransfer über die AGFKs maßgeblich zur Qualitätsentwicklung beitragen.

Quelle: Foliensatz zur Zwischenevaluation, BMV