Die AGFK Thüringen bringt mit „Sichere Schulwege in Thüringen“ ein neues Projekt zur Verbesserung der Schulwegsicherheit an den Start. Ziel ist es, den Schulweg von Kindern sicherer zu gestalten und eigenständige Mobilität zu fördern, Schüler:innen zu befähigen sich selbst für ihre Ideen für sichere Schulwege einzusetzen und die lokale Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltungen, Schulen und Verkehrsinitiativen zu stärken. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. September 2026 bis zum 29. Februar 2028.
Die Methodik – Beteiligungsformate für Eltern und Kinder
Das Projekt umfasst den „Schulweg-Check“, in dem Schüler:innen ihr Schulumfeld selbst erkunden, und das Unterrichtsprogramm „Verkehrszähmer“, durch das Kinder und Eltern in der Grundschule gemeinsam an der Reduzierung von Elterntaxis arbeiten. Die konkrete Umsetzung vor Ort wird in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und den Verteter:innen der Kommune geplant.
Im ersten Schritt des „Schulweg-Checks“ füllen die teilnehmenden Schüler:innen einen Online-Fragebogen zu ihrem täglichen Schulweg aus – etwa dazu, welche Verkehrsmittel sie nutzen und wo sie Gefahrenstellen wahrnehmen. Die Auswertung übernimmt das Institut für Prävention und Verkehrssicherheit (IPV) aus Brandenburg.
Im Zentrum steht eine Begehung des Schulumfelds durch die Kinder selbst: In begleiteten Kleingruppen erkunden sie unterschiedliche Bereiche rund um ihre Schule und dokumentieren mögliche Gefahrenstellen. So werden die Kinder für Risiken auf ihrem Schulweg sensibilisiert, und bereits erlernte Inhalte aus der Fuß- und Radfahrausbildung werden aufgefrischt.
Vom Plan zur Veränderung – Gemeinsam mit Polizei, Straßenverkehrsbehörde und Schulen
Die gesammelten Ergebnisse fließen einerseits in Schulwegpläne ein, die gemeinsam von den Schulen, Kommunen, der AGFK Thüringen und bei den Pilotschulen vom Planungsbüro RV-K erarbeitet werden. Weiterhin stehen die Ergebnisse für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vor Ort zur Verfügung und werden durch die Schüler:innen gemeinsam mit den Projektbeteiligten an Verantwortliche in der Stadtverwaltung kommuniziert.
Entscheidend für Schulwegsicherheit ist neben der Infrastruktur auch das Verkehrsaufkommen und das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden im Schulumfeld. Mit dem Programm „Verkehrszähmer“ werden Kinder und Eltern gemeinsam für einen aktiven Schulweg sensibilisiert und motiviert. Das Programm umfasst bis zu 12 ausgearbeitete Unterrichtseinheiten, die vollständig oder in Teilen im Rahmen des Unterrichts oder in Projektarbeit von Lehrer:innen selbstständig durchgeführt werden.
Sichere Schulwege – auch ein Anliegen der Politik
Sichere Schulwege sind auch politisch ein erklärtes Ziel: Im Koalitionsvertrag der aktuellen Thüringer Landesregierung sind Schulwegsicherheit und Schulwegpläne ein wichtiger Baustein im Bereich Mobilität, Verkehr und Bildungssicherheit. Das unterstreicht, welchen Stellenwert der Schutz von Kindern im Straßenverkehr auf Landesebene einnimmt. Mit unserem Projekt leisten wir einen konkreten Beitrag dazu, dieses Vorhaben anzustiften.
Das Projekt wird durch die Initiative Mobilitätskultur gefördert. Als Pilotschulen sind die Regelschule „Otto Dix“ in Gera und die Grundschule Forstbergschule in Mühlhausen bereits gestartet.
Kommunen und Schulen in Thüringen, die Interesse an einer Teilnahme haben, sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.
Kontakt:
Karoline Jobst
Trommsdorffstraße 11, 99084 Erfurt
Tel.: 0361 – 67 65 27 77
Mobil: 0155 – 68 29 69 13
E-Mail: k.jobst[at}agfk-thueringen.de
Das Projekt „Sichere Schulwege in Thüringen“ wird durch die Initiative Mobilitätskultur gefördert.
Die Initiative ist ein gemeinsames Projekt von PHINEO und der Chrysantil Stiftung.
