Gera

Eingebettet in eine reizvolle Hügellandschaft am Ufer der Weißen Elster liegt die Geburtsstadt des berühmten Malers des 20. Jahrhunderts – Otto Dix. Die drittgrößte Stadt Thüringens und die einstige Residenzstadt Reuß jüngere Linie strahlt durch ihre vielfältige Kulturlandschaft und eindrucksvolle Architektur von Bürgerhäusern des 16. und 17. Jahrhunderts sowie der Villen aus der Blütezeit der Textilindustrie und des Maschinenbaus.

Die reiche Museumslandschaft, das einzige Fünf-Sparten-Theater Thüringens (Schauspiel, Oper und Operette, Musical und Konzert, Puppentheater, klassisches und modernes Ballett), sowie zahlreiche Galerien machen Gera lebenswert. Das Theater gehört zu den wenigen Theaterbauten des frühen 20. Jahrhunderts, dessen Einzigartigkeit für die damalige Zeit nicht nur in dessen Architektur (Jugendstil innen wie auch an der Fassade) liegt, sondern dass der Musentempel einen Theatersaal und Konzertsaal harmonisch unter einem Dach vereinigt.

Eine besondere Attraktion Geras ist das unterirdische Labyrinth unter der Altstadt – die Geraer Höhler, die vom 16. bis 18. Jahrhundert entstanden und der Bierlagerung dienten. Architektonisch ist der 1913 bis 1915 entstandene Gebäudekomplex „Haus Schulenburg“ ein Meisterstück. Er wurde nach den Plänen des bedeutenden Architekten und Designers Henry van de Velde, Gründer der Kunstgewerbeschule in Weimar und Wegbereiter des Bauhauses, errichtet. Die traditionelle Industrie der einstigen Industriestadt wird mit Erweiterungen bestehender Betriebe und Neuansiedlungen von Gewerbe, Handel und Verarbeitung fortgeführt. Gera entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer Hochschulstadt mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach und der SRH Hochschule für Gesundheit Gera, sowie zu einem Berufsschulzentrum in Ostthüringen.

Ansprechpartner

Christian Dietrich
Stadtverwaltung Gera
Radverkehrsbeauftragter
Amthorstraße 11
07545 Gera

Telefon: 0365 – 838 4116
E-Mail: radverkehrsbeauftragter@gera.de
Webseite www.gera.de
Gera Picknkick-Ambiente

Kurz und Knapp

Was wurde schon für den Radverkehr getan?

Die Stadt Gera hatte bis zum Jahr 1990 den geringsten Radverkehrsanteil aller Groß- und Bezirksstädte Ostdeutschlands ohne ausgebaute Radwege. Diese Situation war Anspruch ab diesem Zeitpunkt alle Verkehrsbauvorhaben hinsichtlich der Umsetzung von Radverkehrsanlagen zu untersuchen und diese umzusetzen. In der Folge bildete sich ein innerstädtisches Radverkehrsnetz mit den verschiedensten Elementen der Radverkehrsführung heraus.

Einen Schwerpunkt bildete dabei die weitgehend gegenüber dem motorisierten Verkehr niveaufreie Gestaltung des Elsterradweges als wichtige innerstädtische Radverkehrsachse. Ein besonderer Höhepunkt war die Beschlussfassung des ersten „Kommunalen Radverkehrsplanes der Stadt Gera“ durch den Stadtrat am 16. März 2006.

Auf der Grundlage dieses Beschlusses und in Vorbereitung der im Jahr 2007 in Gera und Ronneburg stattfindenden Bundesgartenschau erlebten der Bau und die Gestaltung von Radverkehrsanlagen einen echten Höhepunkt. Als Besonderheit ist der vollständige Neubau des ca. 7 km langen Abschnittes des Radfernweges „Thüringer Städtekette“ zu benennen.

Nach dem Jahr 2007 bildete der Neubau von eigenständig trassierten und straßenbegleitenden Radwegen zur Anbindung von Ortsteilen und der gerechten Aufteilung des Verkehrsraums im urbanen Bereich den Schwerpunkt.

Was haben wir vor?

Bereits mit der Beschlussfassung des „Kommunalen Radverkehrsplans der Stadt Gera“ wurden die wesentlichen Ziele definiert: Mit Beschluss des integrierten Radverkehrskonzeptes werden finanzielle Mittel sowohl für den Unterhalt als auch für die Investition der Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Zugleich gilt das Konzept als Grundlage für alle baulichen Veränderungen und Maßnahmen im öffentlichen Straßenraum der Stadt Gera. Weiterhin soll der Fokus auf die Öffnung von Einbahnstraßen, Installation von Fahrradabstellanlagen und der Beschilderung gelegt werden.